| DGB leistet
eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD |
Einleitend
ging Herbert Bühner, Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes Rheine,
auf das aktuelle Wahlprogramm der AfD ein und belegte dabei,
dass die versprochenen Steuersenkunken in stärkster Weise den
Besserverdienenden zugutekommen würden und das Infragestellen
aller freiwilliger Leistungen der Städte und Gemeinden zu einem
Kahlschlag im sozialen und kulturellen Bereich führen könnte.
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Andreas
Kemper
(links), freiberuflicher Soziologe und Journalist
aus Münster, ging mit einem Blick auf die
Entstehungsgeschichte auf die grundsätzlichen
Zielsetzungen der Partei ein. Er stellte im Wesentlichen
drei Richtungen innerhalb der AfD vor, verknüpfte diese
mit konkreten Personen und den Milieus, denen diese
angehören. Zunächst
einmal
gebe es eine libertär-konservative Grundrichtung, die –
stärker als sonstige neoliberale Ansätze - das
wirtschaftliche Handeln des Staates völlig zurückdrängen
wollten. Dies bedeute auch den völligen Abbau des
Sozialstaates, was gerade aus gewerkschaftlicher Sicht
stärksten Widerstand hervorrufen müsse. Diese Haltung
sei erwachsen aus der Kritik an der Einführung des Euro
und werde gestützt von Personen aus dem Bereich der
Großbanken, aber auch von etlichen Hochschulprofessoren.
Als zweites machte Kemper eine antifeministische Grundhaltung aus, die Wesensunterschiede zwischen Frauen und Männern behaupte und diesen damit unterschiedliche gesellschaftliche Rollen zuweise. Die Vertreter dieser Richtung stünden häufig in Verbindung mit Personen, die einem rechtskatholischen Fundamentalismus zuzuordnen seien oder früher regierenden Familien des Hochadels angehörten. |
Im Anschluss an den Vortrag entstand eine lebhafte Diskussion vor allem über die Frage, wie man den Sympathisanten der AfD im Alltag entgegentreten solle. In fast humorvoll zugespitzter Vereinfachung fasste ein Teilnehmer seine Sichtweise zusammen: „Man schlägt keine Kinder, man quält keine Tiere, man wählt keine AfD.“