Corona: Alles, was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jetzt wissen müssen

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Ohne Absturz durch die Krise – Kurzarbeitergeld jetzt anheben

Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen




„Mit An­stand Ab­stand hal­ten“

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wird der DGB in diesem Jahr nicht zu öffentlichen Kundgebungen am 1. Mai aufrufen. Auch dieses Jahr steht der Tag der Arbeit für die Solidarität und das Füreinander-Einstehen der Beschäftigten“, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann. Dies bedeute aber aktuell zu allererst: „Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten.“

Zur Pressemeldung des DGB-Bundesvorstandes vom 20.03.2020


AfD mit Erntehelfer-Forderung im Nazi-Zeitalter unterwegs

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) im Münsterland zeigt sich empört angesichts des Vorschlags der AfD, Schüler ab der 10. Klasse bundesweit als Erntehelfer einzusetzen. Der Vorschlag erinnere laut DGB stark an den sogenannten Reicharbeitsdienst in der Zeit des Nationalsozialismus, in dem Jugendliche zur Arbeit in der Land- und Forstwirtschaft gezwungen wurden.

"Die AfD stellt wieder eindeutig ihre Nähe zur Naziideologie unter Beweis. Dass ausgerechnet der bildungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Götz Frömming, diesen Vorschlag macht und dabei auf die guten Erfahrungen verweist, die damit in Deutschland bereits gemacht wurden, ist ein politischer Skandal. Die Partei kann außer hohlen Ideen kein funktionierendes Konzept zur Bildungs- und Sozialpolitik vorweisen. Ganz nebenbei ist das auch ein schamloser Versuch, junge Menschen als billige Arbeitskräfte auszubeuten“, ärgert sich DGB-Regionsgeschäftsführer Volker Nicolai-Koß (links).

Der DGB fordert angesichts der Corona-Krise die Politik auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, damit kein Jugendlicher seinen Ausbildungsplatz verliert, dass Prüfungen abgelegt werden können und im Notfall auch die Zahlung von Kurzarbeitergeld für Auszubildende ermöglicht wird. „Schüler und Studierende können zudem mit digitalen Lehrmethoden ihren Unterrichtsstoff auch von zu Hause durcharbeiten. Wer als Politiker in Krisenzeiten und darüber hinaus nicht in der Lage ist, vernünftige Vorschläge zu machen, der sollte sich am besten ganz raushalten“, erklärt Nicolai-Koß.